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400 Mitgliedsunternehmen befragt - 26. 03. 2018

Norddeutsche Wohnungswirtschaft legt Studie zur Digitalisierung vor

Hamburg/Hannover. Wie steht es um die „digitale Wohnungswirtschaft"? Der vdw Niedersachsen Bremen und der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) sind dieser Frage auf den Grund gegangen. Mit Hilfe des Hamburger Büros Analyse & Konzepte wurden fast 400 Mitgliedsunternehmen in den fünf norddeutschen Bundesländern befragt. Die Ergebnisse wurden jetzt in einer gemeinsamen Broschüre veröffentlicht. Fazit der Befragung: Es ist noch Luft nach oben.

Gespickt mit zahlreichen Einschätzungen von Wohnungsunternehmern zur digitalen Entwicklung der Branche bietet das Informationsheft „Digitale Agenda 2025" einen Überblick über erste Erfolge, laufende Projekte und weitere Ziele der norddeutschen Wohnungswirtschaft. Durchaus selbstkritisch schätzen die befragten Unternehmer die digitale Leistungsfähigkeit ihrer Firmen und ihrer Belegschaften ein. Vielfach spielt das Thema Digitalisierung bislang nur eine Nebenrolle.

Dazu einige ausgewählte Zahlen:

  • 60 Prozent der Befragten geben an, höchstens zwei Stunden pro Woche für die Digitalisierung des Unternehmens aufzuwenden.
  • Fünf Prozent sagen, dass sie bereits neue digitale Geschäftsmodelle entwickelt haben. Am weitesten vorangeschritten ist die Digitalisierung in den Bereichen Rechnungswesen/Controlling und Vermietung.
  • Größtes Problem: Knapp zwei Drittel der Befragten teilten mit, in ihrem Unternehmen gebe es keine klare Digitalisierungsstrategie. Fehlende personelle Ressourcen (43 Prozent), fehlende Zeit (38 Prozent) und interne Widerstände (34 Prozent) wurden ebenfalls als Hürden auf dem Weg zu mehr Digitalisierung in der Wohnungswirtschaft benannt.


Zu den Ergebnissen der Unternehmensbefragung sagt VNW-Verbandsdirektor Andreas Breitner: „Die Ergebnisse der Studie sind eine gute Handlungsempfehlung für die kommenden Jahre. Die VNW-Unternehmen haben die Notwendigkeit der Digitalisierung erkannt. Die Herausforderung besteht darin, auf den jeweiligen Unternehmen zugeschnittene Lösungen zu entwickeln. Eine Lösung für alle gibt es nicht."

Heiner Pott, Verbandsdirektor des vdw Niedersachsen Bremen, sagte: „Die Wohnungswirtschaft wird keine analoge Komfortzone sein. Unser Verband wird seinen Mitgliedern daher verstärkt mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wir bieten Arbeitshilfen, Seminare, Tagungen und regelmäßige Informationen. Gemeinsam müssen wir die Herausforderungen, die die Digitalisierung zweifellos mit sich bringt, bewältigen."

Anlage: Studie...

 

Faire Mieten für Niedersachsen: - 26. 03. 2018

Bündnis für bezahlbares Wohnen nimmt Arbeit auf

Das Land Niedersachsen hat heute (Mittwoch) gemeinsam mit dem Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft vdw und anderen Partnern das „Bündnis für bezahlbares Wohnen in Niedersachsen" gegründet. „Bezahlbares Wohnen ist ein Grundbedürfnis der Bürger und ist für mich Daseinsvorsorge. Wir brauchen mehr Wohnraum zu fairen Preisen in Niedersachsen, damit sich auch ältere Menschen und Familien, aber auch Auszubildende und Studierende weiterhin eine eigene Wohnung leisten können", sagte Umweltminister Olaf Lies. „Wir wollen daher Wohnraum schaffen, der bezahlbar, barrierefrei und auch klimaschonend ist. Nicht nur in den Ballungsräumen, auch in kleineren und mittleren Städten und in ländlichen Lagen soll das Wohnen bezahlbar bleiben. Wenn wir dörfliche Strukturen durch eine gute Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr aufwerten und attraktiver machen, kann sich die Lage auf dem Wohnungsmarkt ebenfalls entspannen. Das Bündnis besteht aus starken Partnern, die gemeinsam an Lösungen arbeiten wollen und sich für ein lebenswertes und modernes Niedersachsen einsetzen. Dazu laden wir herzlich ein."
In Niedersachsen ist der Bestand an geförderten Wohnungen vor allem durch das planmäßige Auslaufen der Sozialbindungen in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen. Allein in den Jahren 2018-2020 wird bei 27.600 Wohnungen die Sozialbindung wegfallen (nach einer Erhebung für den Wohnungsbaubericht 2016/17). Das Umweltministerium will gemeinsam mit den Partnern im Bündnis darüber beraten, wie preisgünstige Wohnungsbestände erhalten und weiterentwickelt werden können. Dabei müssen das Land und die Kommunen ihre Steuerungsmöglichkeiten, zum Beispiel bei Baunormen und -vorschriften und Bedarfsanforderungen, nutzen. Von potenziellen Investoren kann erwartet werden, Konzepte für Sozialbauten und bezahlbaren Wohnraum vorzulegen, die energetisch auf einem akzeptablen Stand sind und somit die sogenannte „2. Miete" (Verbrauchskosten) in den Blick nehmen. Darüber hinaus sind die Bündnispartner sich darüber einig, dass eine Gewinnmaximierung nicht um jeden Preis durchgesetzt wird.
Zitate der weiteren Partner:
Heiner Pott, Direktor des Verbandes der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Niedersachsen und Bremen: „Wohnen ist ein Grundbedürfnis. Ein Dach über dem Kopf sollte selbstverständlich sein. Es ist unerträglich, dass heute selbst Normalverdiener mit ihren Familien in unseren Städten große Schwierigkeiten haben, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Für ältere Menschen, Alleinerziehende, Familien, Berufsstarter und viele andere fehlen Wohnungen, die sie mit ihrer Rente, ihrer Ausbildungsvergütung oder auch mit einem soliden Familieneinkommen bezahlen können. Der vdw wird sich im Bündnis stark machen für schnelle Lösungen. Wir brauchen noch viele Jahre lang öffentliche Förderung. Wir brauchen mehr Bauland zu günstigen Preisen. Wir müssen die Baukosten spürbar senken und die Kapazitäten im Bauhandwerk erhöhen. Wohnungsbau muss Chefsache werden in den Kommunen."
Dr. Jan Arning, Niedersächsischer Städtetag: „Wir werden die Attraktivität der Wohnraumförderprogramme steigern müssen, damit Investoren wieder mehr sozialen Wohnungsbau betreiben"; sagte „Derzeit kann sozialer oder geförderter Wohnungsbau vielerorts angesichts hoher Grundstückspreise nicht kostendeckend realisiert werden. In der Folge entsteht in den niedersächsischen Städten und Gemeinden zu wenig sozialer und geförderter Wohnraum. Schon bei der Antragstellung gilt es, viele Hürden und Unsicherheiten potentieller Investoren abzubauen; die Förderkonditionen müssen dazu klarer, verständlicher und kalkulierbarer gefasst werden, um den Investoren letztlich mehr Planungssicherheit zu geben. Auf kommunaler Seite müssen alle Möglichkeiten der Nachverdichtung und der Aktivierung von Brachflächen und Baulücken genutzt werden und kommunale Wohnungsunternehmen gesichert und gestärkt werden."
Das Bündnis bildet sich aus der seit Jahren bestehenden „Konzertierten Aktion für Bauen und Wohnen", die um weitere Bündnispartner ergänzt wird. So wurden in das Bündnis mehr als 30 Verbände, Kammern, Kommunen, Institutionen und Unternehmen aus den Bereichen der Bau-, Wohnungs- und Immobilienwirtschaft und mit besonderer Praxiserfahrung im Bereich des bezahlbaren Bauens eingeladen.
Die Geschäftsstelle des neuen Bündnisses wird im Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz eingerichtet. Alle interessierten Unternehmen, Kommunen, Verbände und Initiativen, die sich zu den Zielsetzungen des Bündnisses bekennen und das Bündnis unterstützen möchten, können über einen „Unterstützerkreis" ihre Vorschläge und Ideen an das Bündnis richten.

Pressemitteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, 21. März 2018

Gedenken zum 100. Todestag - 21. 03. 2018

Friedrich Wilhelm Raiffeisen

Das Jahr 2018 steht ganz im Fokus des 200. Geburtstages von Friedrich Wilhelm Raiffeisen, einem der Vordenker und Mitbegründer der Genossenschaftsidee. Vor diesem Hintergrund beantragte die Gifhorner Wohnungsbau-Genossenschaft eG (GWG) bei der Stadt Gifhorn, das Straßenschild „Raiffeisenstraße" im Ortsteil Gamsen mit einem Zusatzschild und folgendem Text zu ergänzen:

„Friedrich Wilhelm Raiffeisen 1818-1888 - Genossenschaftsgründer und Sozialreformer"

Diesem Wunsch hat die Stadt Gifhorn gern entsprochen. Die Einweihung des Zusatzschildes wurde in Anwesenheit von Bürgermeister Matthias Nerlich, GWG-Vorstandschef Andreas Otto und weiteren Gifhorner Genossenschaftsvertretern vorgenommen. „Als Gifhorner Wohnungsbau-Genossenschaft sind wir hocherfreut und dankbar, dass in diesem Jahr einer der Väter der Genossenschaften in Deutschland, eine Würdigung seiner Idee erhält, die heute mehr denn je von großer Relevanz ist. Allein in Deutschland sind die rund 8.000 Genossenschaften mit 23 Millionen Mitgliedern die stärkste Wirtschaftsorganisation", so Andreas Otto nach der Einweihung und weiter: „Die Idee von Raiffeisen ging und geht um die Welt. Und wir in Gifhorn sind ein Teil davon. Mit 4.443 Mitgliedern und 2.310 Wohnungen, mit einem Tochterunternehmen, mit einer Bilanzsumme von circa 77 Millionen Euro und mit rund 30 Mitarbeitern."

Interview mit Radio Okerwelle

Quelle: GWG Gifhorn

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