Premiere geglückt: vdw und UVN begrüßen 180 Gäste

Experten diskutieren über Baukostenentwicklung

Hannover. Warum steigen die Kosten im Wohnungsbau unaufhörlich? Wer ist verantwortlich? Und wer muss letztlich dafür aufkommen? Spannende Fragen bei der Diskussionsveranstaltung „Was macht Wohnraum (un)bezahlbar" im hannoverschen Börsensaal, an der neben dem Niedersächsischen Bauminister Olaf Lies u.a. auch vdw-Verbandsdirektorin Dr. Susanne Schmitt und Reiner Detjen, Vorstandsmitglied vom Spar- und Bauverein Hannover teilgenommen haben. Zu dieser ersten gemeinsamen Veranstaltung vom vdw und den Unternehmerverbänden Niedersachsen waren rund 180 interessierte Gäste gekommen. Das große Interesse spiegelt die aktuelle Bedeutung des Themas wider: Warum fehlen gerade in den niedersächsischen Ballungsräumen trotz aller Anstrengungen immer noch Wohnungen für Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen? Die Expertenrunde nannte einige mögliche „Preistreiber" beim Namen: ausgeschöpfte Kapazitäten bei Bauindustrie und Bauhandwerk, immer komplexere Normierungen, verschärfte Baustandards, hohe Grundstückspreise, zähe Planungs- und Genehmigungsverfahren u.v.m. Minister Lies sprach sich für neue Bautechniken und die Verwendung von Holz als Baustoff aus. Dr. Schmitt setzt auf Typengenehmigungen, um den seriellen Wohnungsbau voranzubringen, sowie auf eine bessere Personalausstattung in den zuständigen Ämtern. Detjen schlug vor, die Prüfverfahren zu verschlanken und den ausführenden Unternehmen wieder mehr Verantwortung für die Bauvorhaben zu übertragen.

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auftakt 2020 und Neujahrsempfang des vdw

Premiere beim Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Niedersachsen Bremen (vdw): Erstmals war der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil Gast beim Neujahrsempfang des Verbandes im Alten Rathaus von Hannover. Außerdem konnten Verbandsdirektorin Dr. Susanne Schmitt und Prüfungsdirektor Gerhard Viemann am Dienstag 260 weitere Gäste begrüßen, darunter Staatssekretäre, Landtagsabgeordnete, Vertreter der Bremer Landesregierung und der Bremer Bürgerschaft, Oberbürgermeister und Bürgermeister sowie zahlreiche Vertreter von Wirtschafts- und Sozialverbänden. Im Mittelpunkt der Reden und Grußworte standen die Sorge um fehlenden bezahlbaren Wohnraum und die Herausforderung für die Immobilienwirtschaft durch den Klimawandel. (mehr in der Pressemitteilung...)

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Gemeinsamer Genossenschaftstag 2019 in Hamburg

Rund 200 Gäste informierten sich in Hamburg über barrierefreies Wohnen und Sicherheit im Quartier.

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Verbandstag 2018

Mehr als 100 Mitgliedsunternehmen in Lüneburg vertreten / Vielfältiges Programm

Politische Diskussionen beherrschen den Verbandstag

Lüneburg. Die verfahrene Situation an den Wohnungsmärkten war das meistdiskutierte Thema beim diesjährigen vdw-Verbandstag in Lüneburg. Sowohl in der Mitgliederversammlung, als auch in der Öffentlichen Veranstaltung und bei einem Pressespräch (siehe nebenstehenden Text) hat Verbandsdirektor Heiner Pott die Landesregierung gedrängt, endlich auch eigene Mittel für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung zu stellen. „Es wird nicht reichen, nur das Geld vom Bund weiterzureichen. Sonst brennt irgendwann die Hütte."

Fast 300 Teilnehmer hatten sich für den Verbandstag angemeldet. Zwei Tage lang standen Informationen und Gespräche rund um die Wohnungswirtschaft auf dem Programm. Im Ausstellungsbereich gaben verschiedene Firmen Auskunft über ihre neuesten Produkte und Dienstleistungen. Im Tagungssaal gaben sich Experten aus ganz unterschiedlichen Fachbereichen die Klinke in die Hand. Prof. Dr. Thomas Nern vom wohnungswirtschaftlichen Lehrstuhl in Holzminden gab einen Einblick in die Auswertungsmöglichkeiten soziodemographischer Daten, um etwa die Entwicklung von Quartieren noch besser steuern zu können. GdW-Präsident Axel Gedaschko, frisch von der Konstituierung der Baulandkommission in Berlin nach Lüneburg gereist, gab einen Überblick über die komplexe wohnungspolitische „Gefechtslage" auf Bundesebene. Bemerkenswert, so Gedaschko, sei doch, dass die Fertigstellungs- und jetzt auch die Genehmigungszahlen rückläufig seien. Dieser Trend könne niemand gefallen, der sich für mehr bezahlbaren Wohnraum einsetzt.

Bei der Öffentlichen Veranstaltung betonte Verbandsratsvorsitzender Andreas Otto: „Die Wohnungswirtschaft hat Konjunktur." Verbandsdirektor Pott ergänzte: „Die Situation am Wohnungsmarkt ist derzeit das beherrschende Thema." Oberbürgermeister Ulrich Mädge hob die „soziale Bedeutung" hervor, die eine gute und sichere Wohnraumversorgung für eine Gesellschaft habe. Frank Doods, Staatssekretär im Niedersächsischen Bauministerium, und Jens Deutschendorf, Staatsrat beim Bremer Bausenator, betonten die Wichtigkeit der landeweiten Wohnungsbau-Bündnisse. Deutschendorf nannte die Bremer Initiative „eine Erfolgsgeschichte". Doods sagte, die Forderung des vdw, des Städtetages und anderer Bündnisteilnehmer nach mehr finanzieller Unterstützung durch die Landesregierung sei absolut nachvollziehbar. Im Festvortrag verwies Prof. Dr. Sven Voelpel auf die Folgen der demografischen Entwicklung und gab den Rat: „Jeder bestimmt selbst, wie alt man ist."

In der Fachtagung berichtete Prof. Dr. Antje-Britta Mörstedt sehr unterhaltsam über die „Generation Z", die auch bei der Nachwuchsgewinnung in der Wohnungswirtschaft im Fokus stehe. Joerg Wacha gab einen Vorgeschmack auf die vdw/VNW-Fortbildungsveranstaltung „Agiles Unternehmen". Und Gerd Prause referierte über die Vorzüge von Holzbauweise im Wohnungsbau. Auch hierzu bietet der vdw im kommenden April eine vertiefende Fachtagung an.

Der nächste Verbandstag findet am 3./4. September 2019 in Wilhelmshaven statt.

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