Berufszulassungsregelung für gewerbliche Immobilienmakler und Wohnimmobilienverwalter
Seit 1. August 2018 ist die neue Verordnung zur Änderung der Makler und Bauträgerverordnung (MaBV) in Kraft. Die wichtigste Neuerung mit Blick auf Ihre berufliche Fort- und Weiterbildung: Immobilienmakler und Wohnimmobilienverwalter (Fremdverwaltung) müssen innerhalb von 3 Jahren 20 Zeitstunden Weiterbildung absolvieren. Diese Vorgabe beinhaltet auch Mitarbeiter, die unmittelbar bei der Makler bzw. Verwaltertätigkeit mitwirken und gilt für kleine, mittlere und große Unternehmen gleichermaßen. Für Auszubildende (z.B. Immobilienkaufmann/-frau oder Geprüfte/r Immobilienfachwirt/-in) beginnt die Nachweispflicht erst 3 Jahre nach Ausbildungsende.
Weiterhin benötigen Wohnimmobilienverwalter ab dem 1. August 2018 eine Gewerbeerlaubnis. Diese muss bis spätestens 1. März 2019 beantragt werden. Um die Gewerbeerlaubnis zu erhalten, ist ein entsprechender Versicherungsschutz (Berufshaftpflicht) nachzuweisen.

vdw-Angebote...

Unsere vdw-Angebote zur Erfüllung der Weiterbildungspflicht finden Sie im Bereich Seminare.

Hier finden Sie zusätzlich zu den fachlichen Angeboten auch zahlreiche überfachliche Seminare und Kurse, die ebenfalls Bestandteil der Weiterbildungsverpflichtung sind.

Bei weiteren Fragen beraten wir Sie gerne persönlich. Die Ansprechpartner beim vdw ist Bildungsreferent Karsten Dürkop; (0511)1265-126.

FAQ/Häufig gestellte Fragen

Wen betrifft die Berufszulassungsregelung und Weiterbildungspflicht?
• Gewerbliche Immobilienmakler
• Wohnimmobilienverwalter
• Beschäftigte Personen, welche unmittelbar bei der Makler bzw. Verwaltertätigkeit mitwirken (z.B. Sachbearbeiter)

(Information der IHK Hannover, vom 10.7.2019)
• Die Weiterbildungspflicht gilt für den Erlaubnisinhaber (bei juristischen Personen den oder die gesetzlichen Vertreter), unabhängig davon, ob die Erlaubnis genutzt wird oder nicht. Weiterhin gilt sie für die unmittelbar bei erlaubnispflichtigen Tätigkeiten mitwirkenden Angestellten.
• Bei unterjährigen Tätigkeiten des Gewerbetreibenden bzw. der weiterbildungsverpflichteten Beschäftigten wird grundsätzlich auf das Kalenderjahr abgestellt.
• Der erstmalige dreijährige Weiterbildungszeitraum umfasst die Kalenderjahre 2018 bis 2020 (1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2020).
Wer ist von der Pflicht befreit?
• Für zur Weiterbildung verpflichtete Gewerbetreibende und ihre zur Weiterbildung verpflichteten Beschäftigten, die im Besitz eines Ausbildungsabschlusses als Immobilienkaufmann oder Immobilienkauffrau oder eines Weiterbildungsabschlusses als Geprüfter Immobilienfachwirt oder Geprüfte Immobilienfachwirtin sind, beginnt die Pflicht zur Weiterbildung drei Jahre nach Erwerb des Ausbildungs- oder Weiterbildungsabschlusses. Der Erwerb der o .g. Ausbildung bzw. Fortbildung gilt bereits als Weiterbildung.
• Ist der Gewerbetreibende eine juristische Person, obliegt die Weiterbildungspflicht grundsätzlich allen gesetzlichen Vertretern. Bei juristischen Personen mit mehreren gesetzlichen Vertretern kann jedoch im Einzelfall auf die Weiterbildung verzichtet werden, wenn die anderen gesetzlichen Vertreter die erforderliche Weiterbildung nachweisen und der nicht weitergebildete gesetzliche Vertreter nicht selbst erlaubnispflichtige Tätigkeiten durchführt. Dies ist z. B. durch Gesellschafterbeschluss oder Geschäftsführervertrag nachzuweisen.
• Nach § 34c Abs. 2a Satz 2 i.V.m. Satz 1 Halbsatz 1 GewO ist es ausreichend, wenn die Weiterbildung durch eine angemessene Zahl von beim Gewerbetreibenden beschäftigten natürlichen Personen erbracht wird, denen die Aufsicht über die bei den erlaubnispflichtigen Tätigkeiten mitwirkenden Beschäftigten obliegt (Delegation). Von einer solchen verantwortlichen Aufsicht ist dann auszugehen, wenn die beaufsichtigenden Personen eine unmittelbare Weisungsbefugnis gegenüber den Beschäftigten, die die erlaubnispflichtigen Tätigkeiten ausüben, haben (z.B. Abteilungs- oder Bereichsleiter, Betriebsleiter einer Zweigniederlassung). Ist eine natürliche Person als Gewerbetreibender oder gesetzlicher Vertreter einer juristischen Person selbst unmittelbar mit der Durchführung der erlaubnispflichtigen Tätigkeiten befasst, ist eine Delegation der Weiterbildungspflicht auf nachgeordnete Beschäftigte nicht zulässig.

Wie lange habe ich Zeit, meine Weiterbildungsverpflichtung von 20 Stunden Weiterbildung zu erfüllen?
Der Umfang von 20 Stunden Weiterbildung ist bis zum 31.12.2020 zu absolvieren. Bereits durchlaufene Weiterbildungsstunden zwischen dem 1. Januar und dem 31. Juli 2018 werden angerechnet. Es bleibt Ihnen überlassen, wie Sie den Weiterbildungsumfang innerhalb des Drei-Jahres-Zeitraums aufteilen.
Hinweis: Zusätzliche Weiterbildungsstunden können nicht über den Zeitraum hinaus übertragen oder angerechnet werden.

Nach welchen Kriterien sollte ich meine Weiterbildungsangebote auswählen?
Grundsätzlich kann die Weiterbildung in Präsenzform oder auch in BlendedLearningAngeboten (Verschränkung digitaler und analoger Lernangebote) wie auch in ELearningAngeboten erfolgen. Bei der Weiterbildung im begleiteten Selbststudium wie auch bei ELearningFormaten ist entscheidend, dass der Weiterbildungsanbieter eine nachweisbare Lernerfolgskontrolle durchführt, dokumentiert und archiviert. Betriebsinterne Weiterbildungsmaßnahmen werden anerkannt, sofern sie die Qualitätskriterien in Anlage 2 zu § 15b Abs. 1 MaBV erfüllen. Zur Erfüllung der Weiterbildungsverpflichtung empfehlen wir grundsätzlich einen Anbieter auszuwählen, der die Qualität der Maßnahmen gewährleistet.

Wie lange und in welcher Form muss ich meine Weiterbildungszertifikate und nachweise aufbewahren?
Nachweise und Unterlagen müssen nach der absolvierten Weiterbildungsmaßnahme 5 Jahre auf einem dauerhaften Datenträger (z.B. USB-Stick, E-Mail, Festplatte, Papier) in Ihren Geschäftsräumen aufbewahrt werden. Hierbei geht es darum, dass die Aufsichtsbehörde gemäß §29 Abs. 2 GewO zur sogenannten Nachschau zum Zwecke der Prüfung berechtigt ist.
vdw-Service: Sollten Sie ein vdw-Zertifikat oder einen vdw-Nachweis einmal „verlegt" haben, wenden Sie sich jederzeit an uns. Wir archivieren Ihre Teilnahmen und können Ihre Zertifikate bis zu 5 Jahre rückwirkend erneut ausstellen.

Quelle: z.T. BBA

Der vdw bietet seit über 20 Jahren erfolgreich Seminare, Workshops und Lehrgänge vornehmlich für die Mitarbeiter aus den Mitgliedsunternehmen aus der Wohnungswirtschaft an. Fachlich versierte Dozenten stehen für eine hohe Qualität. Die Veranstaltungen unterliegen einer stetigen Evaluation, nicht zuletzt durch die Teilnehmer selbst.

Die fachlichen Weiterbildungsveranstaltungen finden Sie in den Bereichen Wohnungswirtschaft, Mietrecht, Betriebswirtschaft und Steuern, WEG, Bauen und Technik sowie beim FAI...

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