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3. November 2009 — TIPP DES MONATS

Richtiges Heizen und Lüften der Wohnung

Beim richtigen Heizen und Lüften in der Wohnung kommt es darauf an, den goldenen Mittelweg zu finden. Zu ausgiebiges Heizen und Lüften verschwenden eine Menge Energie. Das führt  zu erhöhten Energiekosten. Es gibt aber auch ein "zu wenig": Durch zu geringes Heizen und insbesondere Lüften erhöht sich im Allgemeinen die Feuchtebelastung in der Wohnung. Damit steigt auch das Risiko einer Schimmelpilzbildung. Gerade unter den heutigen modernen Wohnbedingungen, die möglichst dichte Fenster zum Zwecke der Energieeinsparung bieten, in denen es aber auch üblich ist, häufig zu duschen, Wäsche zu waschen und zu trocknen, ist also das richtige Maß beim Heizen und Lüften besonders wichtig.

Der vdw Niedersachsen Bremen und die „Wohnprofis“ raten:

Wärmeabgabe des Heizkörpers nicht behindern
Heizkörper sollten freistehend sein, so dass sich die Wärme rasch im Raum verteilen kann. Verkleidungen, vorstehende Möbel oder lange Vorhänge sind ungünstig, da diese Wärme absorbieren.

Innentüren zwischen unterschiedlich beheizten Räumen geschlossen halten
Kühle Räume sollten nicht mit der Luft aus wärmeren Räumen geheizt werden. Denn sonst gelangt nicht nur Wärme, sondern auch Luftfeuchtigkeit in den kühlen Raum. Die relative Luftfeuchte steigt dann und erleichtert so das Wachstum von Schimmelpilzen.

Fenster nicht dauerhaft gekippt lassen
Gekippte Fenster verschwenden Energie, wenn sie lange Zeit oder ständig gekippt bleiben, ohne dass die Heizung abgedreht wird. Effizienter ist es, Fenster mehrmals am Tag für einige Minuten ganz zu öffnen, am besten mehrere gleichzeitig. Das sorgt für einen schnellen Luftaustausch. Wenn eine Lüftungsanlage vorhanden ist, sollte auf zusätzliche Fensterlüftung verzichtet werden.

Heizung öfter maßvoll herunterfahren
Sie sparen Energie, wenn Sie die Raumtemperatur nachts oder bei längerer Abwesenheit verringern. Hierbei sollte jedoch eine Mindesttemperatur von 16 - 17 °C beachtet werden, da es sonst leichter zur Kondensation von Feuchtigkeit und zu Schimmelbildung kommen kann. Auch ein Auskühlen der Außenwände wird so vermieden.

Der vdw Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Niedersachsen Bremen vertritt die Interessen von 173 Wohnungsgenossenschaften und -gesellschaften. In ihren rund 400.000 Wohnungen leben fast eine Million Menschen. In Niedersachsen gehört jede fünfte Mietwohnung zum Bestand der vdw-Mitgliedsunternehmen, im Land Bremen liegt der Anteil sogar bei 41 Prozent. Die vdw-Mitgliedsunternehmen sind somit die wichtigsten Anbieter von Mietwohnungen in den beiden Ländern.

Die „Wohnprofis“ sind eine Initiative des GdW. Der Branchendachverband bündelt die Interessen von rund 3000 professionellen Vermietern. Die Wohnungsunternehmen bewirtschaften ca. 6,2 Mio. Wohnungen, in denen mehr als 13 Mio. Menschen wohnen. Die „Wohnprofis“ vertreten damit rund 30 Prozent aller Mietwohnungen in Deutschland.

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