Presse und Medien — Pressemeldungen
5. September 2009 — Berufsschüler schauen in die Zukunft:
Wie sieht das Wohnen und Leben 2109 aus?
Hannover/Springe. Der vdw Verband der Wohnungswirtschaft Niedersachsen Bremen und der FAI, der Schulförderverein der BBS Springe, haben anlässlich des 100-jährigen Bestehens des vdw einen Schülerwettbewerb ausgelobt. Er trägt den Titel „Wohnen 2109“. Gefragt waren Ideen, wie man sich das Leben und Wohnen in der Zukunft vorstellen könnte. Keine leichte Aufgabe, wie der Vorsitzende des FAI, Hans-Peter Knackstedt, in seiner Rede zur Preisverleihung meinte. Selbst die so genannten Zukunftsforscher täten sich schwer damit, mehr als 20 bis 30 Jahre nach vorn zu blicken. Dennoch haben sich 20 Schülerinnen und Schüler der BBS Springe dieser Herausforderung gestellt.
Eingereicht wurden ganz unterschiedliche Arbeiten. Die Aufgabenstellung und die Darstellung war bewusst breit gefasst. Gesichtet und bewertet hat die Jury um FAI-Vorstandsmitglied Rainer Fulst und vdw-Bildungsreferent Karsten Dürkop eine große Bandbreite an Arbeiten.
Wertungskriterien waren die Einleitung ins Thema, der logische Aufbau, der Bevölkerungsbezug, der Umgang mit Ressourcen, Fantasie, Kreativität, Detailtiefe und nicht zuletzt die Umsetzbarkeit und Glaubwürdigkeit. Vier Arbeiten setzten recht sich deutlich vom übrigen Feld ab.
Den ersten Preis in Höhe von 750 Euro erhielten Dennis Lesske, Nadine Füllgrabe, Maren Robbin und Katharina Rott von der Kreiswohnungsbau Osterode. Ihre Arbeit mit Titel „Chamäleon“ ist eine Zusammenstellung aus einer schriftlichen Dokumentation und einer Präsentation des Projektes als Nachrichtensendung vor laufender Kamera. Die Arbeit, so die Jury, hatte inhaltlich die höchste Detailschärfe und erhielt Punkte in allen Bewertungskategorien.
Auf Platz zwei landete die Einzelarbeit von Inga Herrmann von der Neuland Wohnungsbaugesellschaft in Wolfsburg. Sie hat eine in der äußeren Form professionell gestaltete und inhaltlich fundierte Arbeit eingebracht. Dafür erhielt sie ein Preisgeld von 500 Euro.
Der dritte Preis in Höhe von 250 Euro geht an Alina Lauterbach und Stefan Junger von der Wohnungsgenossenschaft Gartenheim aus Hannover. Sie haben eine ausgefeilte DVD-Dokumentation erstellt mit interessanten Perspektiven für die Architektur und das Leben von morgen.
Außerdem hat die Jury einen Sonderpreis in Höhe von 150,-- Euro vergeben. Diesen erhält Anna Poley von Fibav-Immobilien. Sie hat eine fiktive FAZ-Immobilienseite vom 31. März 2109 erstellt, auf der über ein Bauprojekt in einem sozialen Brennpunkt in Berlin berichtet wird. Sogar ein Interview mit dem Architekten ist zu lesen, in dem er auf das besondere Baumaterial „lebender Bambus“ eingeht. Das sei eine besondere Herangehensweise an die Aufgabe und verdiene zu Recht eine Auszeichnung, begründete Knackstedt das Votum der Jury.
